Piloten sind wohl eine der best ausgebildeten Berufsgruppen überhaupt. Angesichts der enormen Verantwortung, die sie tragen, sind Aus- und Weiterbildung in dieser Branche auf hohem Niveau. Ständige technische Neuerungen an bestehenden Verkehrsflugzeugen und neu dazukommende Flugzeugtypen bringen ständige Aktualisierungen mit sich.SWISS Aviation Training (SAT) ist an das CENL herangetreten mit der Bitte, einige Grundlagen für einen internen Workshop zu legen, der der weiteren Ausgestaltung der Lernlandschaft bei SAT dienen soll. Ein Überblick über E-Learning, Anregungen zum Lernen mit Laptops und speziell zum CMS, über das die Piloten neue Inhalte zu den wichtigen Flugzeugtypen erhalten standen im Aufgabenheft für unseren Input.
Es zählt sicher zu den herausragenden Eigenschaften in unserem Job, das wir wie kaum ein anderer Beruf mit verschiedenen Branchen, Fachdisziplinen und Themen in Berührung kommen. An einer Fachhochschule wie der ZHAW steht angewandte Forschung ganz oben auf der Agenda, und der Einsatz für genau solche Szenarien betrieblicher Weiterbildung ist unser Aufgabengebiet. Ein Glücksfall, wie ich finde.
Die Aufgabe war anspruchsvoll, weil einerseits sehr breit, andererseits auch sehr konkret und mit dem expliziten Wunsch verbunden, dass der Vortrag auch Richtungen weisen soll, in denen die verantwortlichen Kollegen von SAT ihre Gestaltungsarbeit fortsetzen können.
Fünf „Vergrösserungsstufen“ habe ich in meiner Lupe auf die SAT-Lernwelt eingestellt. Beginnend mit der organisationalen Ebene und der strategischen Ausrichtung der Kompetenzbildung habe ich versucht, die langfristigen Ansatzpunkte des betrieblichen Lernens anzusprechen. Daraus leitete sich die zweite Fokussierung auf die Lernbedingungen ab, unter denen betriebliches Lernen abläuft. Zwar sind Lernbedingungen – verständlicherweise – nicht unbedingt Teil gängiger Forschungen über E-Learning, aber im betrieblichen Umfeld doch massgeblich für Qualität von Prozess und Ergebnis.
Die dritte Vergrösserungsstufe meiner Betrachtung zielte auf die Lernprozesse. Es ging um Fragen, wo Lernelemente in der umgebenden Landschaft möglicherweise, notweniger- und sinnvollerweiser eingebunden sind und sein können. Hier konnte ich von Arbeiten zahlreicher Kollegen profitieren, um Prozessmodelle zu typisieren (Danke an Andrea Back, Peter Baumgartner, Rolf Schulmeister und andere!).
Das im Workshop in Frage stehende Lernsystem von SAT stellte den Gegenstand der vierten Betrachtungsebene dar. Konkret geht es um ein XML-basiertes CMS, das Inhalte des operationellen Handlings von verschiedenen Airbus-Modellen bereitstellt. Ein spannender Fall ausserdem für die kommende Swiss E-Learning-Conference 2012 (vom 17.-18.04.2012 in der Messe Zürich). Es freut mich sehr, dass Kapitän Buchhofer von SAT an der #SeLC12 selbst die Ansätze und Erfahrungen von SAT zum mobile learning darstellen wird.
Schliesslich und als fünftes standen Betrachtungen darüber an, wie Lernkompetenzen auf verschiedenen Ebenen zum Lernerfolg beitragen / werden.
Ein für mich persönlich besonderer Höhepunkt war die Chance, die Einrichtung von SAT besuchen zu können. Flugsimulatoren von grossen Verkehrsflugzeugen sieht man nicht alle Tage, und noch weniger erhält man die Chance, sie von innen zu sehen und eben mal selbst einen Rundflug im Airbus 320 über Zürich zu machen. Eine absolut beeindruckende und eine fachlich hochspannende Erfahrung mit Simulatoren dieser Grössenordnung. Ein herzlicher Dank geht an die Kollegen Buchhofer und Mühlemann von SAT, dass sie sich die kostbare Zeit genommen und mir diese Einblicke erlaubt haben.
Sobald SAT das Vortragspapier freigegeben hat wir der Volltext hier zum Download bereitstehen – wie gewohnt als offenes, creative commons-lizensiertes Papier.
Piloten sind wohl eine der best ausgebildeten Berufsgruppen überhaupt. Angesichts der enormen Verantwortung, die sie tragen, sind Aus- und Weiterbildung in dieser Branche auf hohem Niveau. Ständige technische Neuerungen an bestehenden Verkehrsflugzeugen und neu dazukommende Flugzeugtypen bringen ständige Aktualisierungen mit sich.
SWISS Aviation Training (SAT) ist an das CENL herangetreten mit der Bitte, einige Grundlagen für einen internen Workshop zu legen, der der weiteren Ausgestaltung der Lernlandschaft bei SAT dienen soll. Ein Überblick über E-Learning, Anregungen zum Lernen mit Laptops und speziell zum CMS, über das die Piloten neue Inhalte zu den wichtigen Flugzeugtypen erhalten standen im Aufgabenheft für unseren Input.
Es zählt sicher zu den herausragenden Eigenschaften in unserem Job, das wir wie kaum ein anderer Beruf mit verschiedenen Branchen, Fachdisziplinen und Themen in Berührung kommen. An einer Fachhochschule wie der ZHAW steht angewandte Forschung ganz oben auf der Agenda, und der Einsatz für genau solche Szenarien betrieblicher Weiterbildung ist unser Aufgabengebiet. Ein Glücksfall, wie ich finde.
Die Aufgabe war anspruchsvoll, weil einerseits sehr breit, andererseits auch sehr konkret und mit dem expliziten Wunsch verbunden, dass der Vortrag auch Richtungen weisen soll, in denen die verantwortlichen Kollegen von SAT ihre Gestaltungsarbeit fortsetzen können.
Fünf „Vergrösserungsstufen“ habe ich in meiner Lupe auf die SAT-Lernwelt eingestellt. Beginnend mit der organisationalen Ebene und der strategischen Ausrichtung der Kompetenzbildung habe ich versucht, die langfristigen Ansatzpunkte des betrieblichen Lernens anzusprechen. Daraus leitete sich die zweite Fokussierung auf die Lernbedingungen ab, unter denen betriebliches Lernen abläuft. Zwar sind Lernbedingungen – verständlicherweise – nicht unbedingt Teil gängiger Forschungen über E-Learning, aber im betrieblichen Umfeld doch massgeblich für Qualität von Prozess und Ergebnis.
Die dritte Vergrösserungsstufe meiner Betrachtung zielte auf die Lernprozesse. Es ging um Fragen, wo Lernelemente in der umgebenden Landschaft möglicherweise, notweniger- und sinnvollerweiser eingebunden sind und sein können. Hier konnte ich von Arbeiten zahlreicher Kollegen profitieren, um Prozessmodelle zu typisieren (Danke an Andrea Back, Peter Baumgartner, Rolf Schulmeister und andere!).
Das im Workshop in Frage stehende Lernsystem von SAT stellte den Gegenstand der vierten Betrachtungsebene dar. Konkret geht es um ein XML-basiertes CMS, das Inhalte des operationellen Handlings von verschiedenen Airbus-Modellen bereitstellt. Ein spannender Fall ausserdem für die kommende Swiss E-Learning-Conference 2012 (vom 17.-18.04.2012 in der Messe Zürich).
Schliesslich und als fünftes standen Betrachtungen darüber an, wie Lernkompetenzen auf verschiedenen Ebenen zum Lernerfolg beitragen / werden.
Ein für mich persönlich besonderer Höhepunkt war die Chance, die Einrichtung von SAT besuchen zu können. Flugsimulatoren von grossen Verkehrsflugzeugen sieht man nicht alle Tage, und noch weniger erhält man die Chance, sie von innen zu sehen und eben mal selbst einen Rundflug im Airbus 320 über Zürich zu machen. Eine absolut beeindruckende und eine fachlich hochspannende Erfahrung mit Simulatoren dieser Grössenordnung. Ein herzlicher Dank geht an die Kollegen Buchhofer und Mühlemann von SAT, dass sie sich die kostbare Zeit genommen und mir diese Einblicke erlaubt haben.
Sobald SAT das Vortragspapier freigegeben hat wir der Volltext hier zum Download bereitstehen – wie gewohnt als offenes, creative commons-lizensiertes Papier.

