Vortrag an der Hochschule Konstanz (HTWG) am 18.01.2012 vor der LEHR-WERKSTATT: Forum zur Hochschuldidaktik.
Hochschulen sind komplexe Organismen, die vielfältige Regeln und Ansprüche umzusetzen haben. Die Menschen, die sie und speziell die Lehre darin gestalten, tun dies mit den besten Motiven und nach ihren besten Fähigkeiten. Aber was wäre, wenn wir – wie manche Unternehmen – unseren Unterricht stärker von den „Kunden“ her gestalten würden?
Die sozialen Medien machen Märkte zu Konversationen. Aus diesen Konversationen heraus beginnen viele Unternehmen, Kundenkontakte, aber auch Prozesse und Strukturen neu zu denken. Hochschulen können und sollen nicht tun, was die Studenten wünschen. Aber was würden wir für unsere besten Absichten und Fähigkeiten lernen, wenn wir sie zu Wort kommen ließen?
Der Vortrag bewegt sich auf unsicheres Gebiet. Zerstreutes und vages Wissen, Mythen und Visionen kursieren in den Blogs und sorgen für heftige Diskussionen auf den Konferenzen. Wer also sind die Studenten, und wer werden sie morgen sein und welche Lehre würden sie von uns wollen?
Ein kurzer Abriss der Digital Native Debatte und einiger Studienergebnisse versuchen Licht in das Dunkel dieser Identitätsfrage zu bringen. Aus dem Dämmer sozialer, kultureller und pädagogischer Wirkungen der neuen Medien versucht der Vortrag, Hand, Herz und Hirn anzuregen für die Mitgestaltung der Hochschullehre von morgen.
Der Vortrag ist jetzt als full-paper unter einer Creative-Commons-Lizenz (by-nc-sa) frei erhältlich auf www.cenl.zhaw.ch.

